Wahlrecht wahrnehmen Gedanken zu 40 Jahren Frauenstimmrecht

Wenn Frauen wollen, kommt’s ins Rollen – so bekamen vor 40 Jahren die Schweizerinnen das politische Mitspracherecht – so bilden heute 4 Frauen erstmals eine Mehrheit in der Regierung. Die Schweiz besitzt mit 57% einen der höchsten Frauenanteile in politischen Regierungsämtern. Ist dies die neue Rolle der Frau in unserer Gesellschaft?

Wenn Frauen wollen, kommt’s ins Rollen – so bekamen vor 40 Jahren die Schweizerinnen das politische Mitspracherecht – so bilden heute 4 Frauen erstmals eine Mehrheit in der Regierung. Die Schweiz besitzt mit 57% einen der höchsten Frauenanteile in politischen Regierungsämtern. Ist dies die neue Rolle der Frau in unserer Gesellschaft?

Dass Frauen die Überzahl im Bundesrat stellen, ist erfrischend, schlussendlich aber egal. Denn messen lassen müssen sich alle politisch engagierte Frauen, so wie jeder Mann, an ihrer Arbeit. Daran, wie sie Gesetze für unser Land im Sinne der Bevölkerung umsetzen. Dabei ist der reine Sachinhalt für die Zukunft wegweisend. Sicher aber würde der Politbasis etwas mehr weibliche Intuition für das Gemeinwohl wohltun. Familienpolitik, gerechte Löhne und Steuern, die Bildung und das Sozial- und Gesundheitswesen sind Kernthemen, in welchen Frauen sehr wohl mitzureden haben. Sei es als Hausfrauen wie ich oder als alleinerziehende Mütter, als Angestellte oder als Geschäftsführerinnen von KMUs.

So können es die Frauen sein, welche die unverzichtbaren, sozialen Werte für eine funktionierende Gesellschaft vermitteln. Indem sie sich zahlreich in freiwilliger und ehrenamtlicher Arbeit wie in Vereinen, der Nachbarschaftshilfe, dem Gesundheitswesen und der Kirche sozial einsetzen, bilden sie die tatsächliche Stütze unserer Gesellschaft –.jetzt und für die kommenden Generationen. Weiss die Gesellschaft jedoch diese wichtige Rolle zu schätzen? Denn Frauen sind in vielen parlamentarischen Räten noch stark untervertreten.

FDP-Frauen engagieren sich seit Beginn des Frauenwahlrechts mit Erfolg in Politrollen. Aber wir Frauen müssen uns auch selbst helfen: Unsere durchschnittliche Stimmbeteiligung liegt mit 43% unter derjenigen der Männer (47%). Darum bringen wir „wollen und rollen“ in Einklang. Durch die Mitsprache im Politgeschehen bringen wir uns weiter voran in die Zukunft - nur so nimmt uns die Gesellschaft und Politik vermehrt spürbar wahr. Lassen wir’s rollen mit unserer zunehmenden Stimm- und Wahlbeteiligung - im Sinne einer gerechten Politik - für Familie, Gemeinde, Kanton, die Schweiz und das gesamte Wohlergehen.

 

Michèle Rauber, FDP-Landratskandidatin